Verbraucherrecht

03.09.2018, Sicher surfen

Für Silver Surfer: Machen Sie Ihr Smartphone sicher!

Internetfähige Mobiltelefone sind oft noch weniger als Computer vor Datenmissbrauch und Internetkriminalität geschützt. Gerade die Generation, die nicht mit diesen Geräten groß geworden ist, unterschätzt die Gefahren. Erfahren Sie, worauf Sie achten sollen.


© iStock.com/Geber86

Im Internet surfen, mit den Enkeln kommunizieren, Videos und  Bilder mit der Familie teilen, sich informieren – Smartphones sind ein fester Bestandteil in der Welt vieler Seniorinnen und Senioren. Die kleinen Tausendsassas erleichtern und bereichern ihr Leben. Doch wie sieht es mit der Sicherheit aus?

 „Während Nutzer ihre Daten auf Computern und Laptops oft vor Angriffen schützen, sind sie bei Mobiltelefonen und Tablets nachlässig“, erzählt Sylvia Enzner, Leiterin der Beratungsstelle München des VerbraucherService Bayern im KDFB e.V. (VSB). Die Expertin weiß, wovon sie spricht. Sie ist eine der VSB-Referentinnen im Programm „Silver Surfer – Sicher online im Alter“ (siehe unten). Das VSB-Team informiert in Vorträgen speziell für die ältere Generation über Fragen zu Computer und Internet. Hier einige wichtige Tipps, was Sie für die Sicherheit von Smartphones und Tablets tun können.

Tipp 1: Aktualisierten Virenschutz benutzen

Auf jedes Mobiltelefon gehört eine Antiviren-App (von englisch „application“), also ein Programm, das vor Viren schützt.

Gut beraten sind Sie, wenn Sie dazu Testberichte im Internet lesen. Geben Sie in Ihrer Suchmaschine als Stichworte „Virenscanner“, Ihr Betriebssystem (meist „Android“ oder  „iOS“), und „Test“ ein. Wählen Sie eine App, die in verschiedenen Untersuchungen gut bewertet wird. Meist gibt es neben der kostenpflichtigen eine abgespeckte Gratis-Version, die aber nicht so schnell auf aktuelle Bedrohungen reagiert, weshalb eine Kaufversion die sicherere Variante ist.

Tipp 2: Betriebssystem und Apps aktuell halten

Schadprogramme können aber auch durch fehlerhafte Programmierung von Apps oder Betriebssystem auf das Gerät gelangen. Wichtig sind deshalb Aktualisierungen, sogenannte Updates, die diese Sicherheitslücken schließen. Hersteller stellen sie nach der Entdeckung der Lücken bereit. Aktivieren Sie darum auf Ihrem Mobiltelefon die automatische Update-Funktion, damit Aktualisierungen direkt nach ihrem Erscheinen eingespielt werden.

Tipp 3: Sparsam mit Daten umgehen

Überlegen Sie bei Ihren Aktivitäten mit dem Smartphone immer, welche Angaben wirklich notwendig sind – zum Beispiel im Adressbuch oder beim Anmelden in einem Online-Shop. Daten, die Sie nicht angeben, müssen Sie auch nicht schützen. Manchmal macht es Sinn, ein Pseudonym zu verwenden oder eine E-Mail-Adresse, die keine Rückschlüsse auf Ihre Person erlaubt.

Beim Installieren einer neuen App werden Sie immer informiert, worauf diese Zugriff verlangt. Bei kostenlosen Angeboten bezahlen Sie mit Ihren Daten. Ist es beispielsweise nötig, dass eine App zur Reiseplanung Einblick ins Adressbuch und auf alle Ihre Kontakte bekommt? Wägen Sie immer ab, ob Sie eine App unter den gegebenen Umständen wirklich brauchen. Wichtig: Zugriffsrechte werden bei Updates manchmal erweitert! Achten Sie darauf und überlegen Sie, ob Sie eine Anwendung unter veränderten Bedingungen noch nutzen wollen.

Tipp 4: Vorsicht in öffentlichen WLAN-Netzen

Gefährlich sind auch öffentliche Funk-Netzwerke, sogenannte Hotspots. Auf Bahnhöfen, in Cafés oder öffentlichen Plätzen bieten diese die Möglichkeit, das Internet über die WLAN-Funktion Ihres Smartphones kostenlos oder gegen ein kleines Entgelt zu nutzen.

Niemand weiß, wer sich gerade noch im Netz aufhält. Kriminelle können hier Ihren Datenverkehr mitlesen. Aktivitäten wie Onlinebanking, bei denen sensible Daten übertragen werden, sollten in solchen Netzen tabu sein!

Tipp 5: Dienste nutzen, die Ihre Daten in der EU speichern

So schön es auch ist, dass Sie mit dem Smartphone von überall aus auf Ihre im Netz gespeicherten Bilder und Dokumente zugreifen und diese mit anderen teilen können, bedenken Sie, dass sie damit die Kontrolle über Ihre Daten aufgeben. Sie werden irgendwo gespeichert – zum Beispiel auf großen Rechnern im Ausland, wo andere Datenschutzgesetze gelten. Ein Schritt zu mehr Sicherheit ist es, nur kommerzielle Dienste zu nutzen, die Ihre Daten in der EU speichern! Das erfahren Sie im Angebot oder auf Nachfrage. Bei kostenlosen Apps sollten Sie die Allgemeinen Geschäftsbedingungen genau lesen. Finden sich hier keine befriedigenden Angaben zu Datenschutz und Speicherort, dann lieber Finger weg!

Hinweis: Weitere nützliche Tipps unter www.bsi-fuer-buerger.de - „Basisschutz für Computer & Smartphone“
 

Angebot für die Generation 60 plus

Neu: Vortragsprogramm „Silver Surfer – Sicher online im Alter“

Worauf muss ich beim Einkaufen im Internet achten? Wie buche ich Reisen im Netz? Welche Gefahren lauern in der digitalen Welt und wie kann ich mich schützen?
Speziell an Seniorinnen und Senioren richtet sich der neue Vortrag im Programm, das der VerbraucherService Bayern im KDFB (VSB) als Kooperationspartner des Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz anbietet.

Machen Sie sich schlau und nutzen Sie das Angebot!
Informationen und die aktuellen Vortragstermine erhalten Sie direkt bei den VSB-Beratungsstellen Augsburg, Bamberg, Ingolstadt, München, Passau, Regensburg und Würzburg sowie in deren Veranstaltungsprogrammen.

Vereine und Organisationen können die Vorträge extra buchen.
Solange der Vorrat reicht, erhalten Teilnehmerinnen und Teilnehmer das kostenlose programmbegleitende Lernbuch „Silver Surfer – Sicher online im Alter“. Es greift in neun Modulen wichtige Fragen rund um Computer und Internet auf.

gfm

 

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