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13.09.2016, Was bringt das Dokument in der Praxis?

Energieausweis auch für Mieter wichtig

Der Energieausweis ist in Deutschland verpflichtend vorgeschrieben. Sein Ziel ist es, die energetische Qualität verschiedener Gebäude vergleichbar zu machen. Die ist auch für Mieter interessant, schließlich machen die Heizkosten einen immer größeren Anteil der Wohnkosten aus. Wie hilfreich ist das Dokument aber in der Praxis? Johanna Faltermeier, Expertin der Energieberatung des VerbraucherService Bayern im KDFB e.V. (VSB), gibt Antworten.

Laut Energieeinsparverordnung (EnEV) soll der Energieausweis Klarheit schaffen über die energetische Qualität eines Gebäudes. Dazu enthält das Dokument neben grundlegenden Angaben zum Gebäude entweder die Kennwerte für Energiebedarf (Bedarfsausweis) oder Energieverbrauch (Verbrauchsausweis). Zudem beinhaltet der Ausweis – soweit möglich – Modernisierungsvorschläge für die Verbesserung des energetischen Gebäudezustands. Seit 2014 wird der Energiestandard des Gebäudes außerdem mittels Energieeffizienzklassen von A+ bis H veranschaulicht.

„Bei der Besichtigung eines Hauses oder einer Wohnung muss der Vermieter den Ausweis oder eine Kopie unaufgefordert aushändigen oder gut sichtbar aushängen“ erklärt Faltermeier: „Spätestens bei Vertragsabschluss muss der Mieter das Original oder eine Kopie erhalten.“

Dennoch dürfen Mieter die Aussagekraft des Energieausweises nicht überschätzen. „Der Energieausweis liefert keine genaue Prognose für die künftigen Heizkosten“, stellt die Energieexpertin klar. Denn zum einen bezieht sich der Ausweis in den meisten Fällen auf das ganze Gebäude, nicht einzelne Wohnungen. Die Lage der Wohnung spielt aber eine erhebliche Rolle für den Energieverbrauch. Ferner ist das persönliche Verhalten entscheidend für die Heizkosten. „Ein guter Anhaltspunkt für die energetische Qualität des Gebäudes ist der Ausweis aber dennoch“, betont Johanna Faltermeier.

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