Presse

18.05.2020, Pressemeldung

Kinder in sozialen Netzwerken schützen Tiktok – lustige Videos und knallharte Geschäftsinteressen

Die Social Media App TikTok hat einen großen Siegeszug angetreten, seit im Sommer 2018 die deutsche App Musical.ly mit dem chinesischen Pendant Douyin alias TikTok unter dem Dach der chinesischen Mutterfirma Byte Dance zusammengeführt wurde. Die größte Nutzergruppe von TikTok sind die unter 20-Jährigen. Das Mindestalter für die Nutzung der App beträgt 13 Jahre, was beim Downloadvorgang aber nicht überprüft wird. Wenn Eltern verhindern möchten, dass zu junge Kinder die App herunterladen, gilt es, im App-Store bestimmte Freigabebeschränkungen zu einzustellen.

„Um Kinder vor möglichen unerwünschten Kontakten oder Hasskommentaren zu schützen, sollten Eltern den sogenannten ‚begleitenden Modus‘ der App nutzen“, empfiehlt Eva Traupe, Juristin beim VerbraucherService Bayern im KDFB e.V. (VSB): „Sie können das auf ‚öffentlich‘ voreingestellte Profil auf ‚privat‘ stellen, Kontaktmöglichkeiten und Nutzungszeiten begrenzen oder bestimmte Nutzer blockieren. Außerdem empfiehlt es sich für Eltern, die InApp-Käufe für das Handy ihres Kindes zu deaktivieren, um ungewollte Kosten zu vermeiden“, erklärt Traupe.

Bei TikTok kann der Nutzer sogenannte Coins erwerben, welche er während Liveübertragungen an Influencer verschenkt, um diese auf sich aufmerksam zu machen. Die Preise reichen von 1,09 Euro bis zu 109,99 Euro. Laut Statista hat sich das, was alle Nutzer zusammengenommen monatlich auf TikTok ausgeben, von 4,3 Millionen US Dollar im November 2018 auf 50,4 Millionen US Dollar im Februar 2020 erhöht. „Es ist also wichtig zu erkennen, dass hier nicht das fröhliche Posten lustiger Videos, sondern knallharte Geschäftsinteressen regieren,“ so Traupe.

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