Presse

03.07.2019

Klimasünde Online-Shopping?

Tipps zum umweltfreundlichen Einkauf im Netz

Die Wachstumsraten im Online-Handel liegen in Deutschland jedes Jahr im zweistelligen Bereich. Nach der Prognose des Handelsverbandes Deutschland (HDE) beläuft sich der Umsatz im Jahr 2019 auf 57,8 Milliarden Euro. Es ist vielfach sehr praktisch jederzeit online einzukaufen, aber ist es auch umweltfreundlich und ressourcenschonend? Was gilt es beim Shopping im Netz zu beachten?

Neben Transport und Verpackung führen vor allem die zahlreichen Rücksendungen von Fehlkäufen und unpassenden Produkten zu einem erhöhten Energie- und Ressourcenverbrauch“, erklärt Marianne Wolff, Umweltexpertin beim VerbraucherService Bayern im KDFB e.V. (VSB). Wirtschaftswissenschaftler der Uni Bamberg ermittelten, dass die Deutschen im Jahr 2018 jedes sechste Paket wieder zurückschickten. Das sind 280 Millionen Pakete, die 238.000 Tonnen CO2 erzeugten. Zudem fallen im Onlinehandel durch den Paketversand besonders viele Verpackungsmaterialien an.

Einkaufen von nachhaltiger Ware, vor allem von Kleidung, gestaltet sich online oft einfacher, da die Auswahl im Handel vor Ort häufig sehr spärlich ist. Digitale Plattformen erleichtern den Erwerb von Kleidungsstücken, die sich in der Produktion, Nutzung und Entsorgung als besonders umweltfreundlich und sozialverträglich erweisen. „In diesem Fall ist es fast immer umweltfreundlicher bei einem nachhaltig zertifizierten Modelabel online zu bestellen“, so Wolff.

Ein wichtiges Kriterium für eine gute Ökobilanz von Kleidung ist auch deren Langlebigkeit. Gebrauchte Textilien sind eine preiswerte und nachhaltige Alternative. Zahlreiche Portale erleichtern den Kauf und Wiederverkauf.

Weitere Informationen für einen umweltfreundlichen Einkauf finden Sie in unserem VSB-Tipp: "Wie umweltfreundlich ist Online-Shopping?

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