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01.06.2017, Die richtige Heizung für den Neubau

Tipps der VSB-Energieberatung

Die Auswahl der Heizungsanlage für ein neues Haus oder eine Wohnung ist eine wichtige Entscheidung: Wohnkomfort, Heizkosten und die eigene Klimabilanz der nächsten Jahrzehnte hängen maßgeblich davon ab. Uwe Neumann, Experte der Ener­gieberatung des Verbrau­cher­Service Bayern im KDFB e.V. (VSB), erläutert Vor- und Nachteile moderner Heizsysteme.

„Am wichtigsten bei der Auswahl der richtigen Technologie ist, dass das System zum Gebäude und seinen Bewohnern passt“ erläutert Neumann. Deshalb sollte ein unabhängiger Energiebera­ter bei der Entscheidung helfen, der nicht auf eine bestimmte Technik festgelegt ist.

Standard sind heute Brennwertkessel für Erdgas oder Heizöl. Die Anschaffungskosten sind moderat, dafür fallen regelmäßig Wartungskosten an. Es ist jedoch damit zu rechnen, dass die Heizkosten mittel- bis langfristig ansteigen werden. Zudem verpflichtet das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz Eigentümer, in Neubauten mit Brennwertkesseln anteilig regenerative Energieträger zu verwenden. In Form von Pellets oder Scheitholz kann auch Holz als erneu­erbarer Brennstoff in Öfen oder Heizkesseln eingesetzt werden. Solarthermiean­lagen können mit beiden Systemen kombi­niert werden.

Eine Alternative: Elektrische Wärmepumpen, die Wärme aus Erdreich, Grundwasser oder der Luft ziehen. Sie sind in der Anschaffung teurer. In Neubauten machen sie häufig Sinn, da die Voraussetzungen wie eine gute Wärmedämmung und eine Niedertem­peraturflächenheizung (z.B. Fußbodenheizung) gegeben sind. Achtung bei Luftwärme­pumpen – sie arbeiten oft nicht effizient und verursachen sehr hohe Stromkosten. Je nach gewählter Heizungsanlage gibt es Fördermöglichkeiten, die in Anspruch genommen werden können. Zumeist müssen die Anträge vor Auftragserteilung gestellt werden.

Bei allen Fragen zum Thema Energie hilft die Energieberatung des VSB. Über die kostenlose Hotline 0800 – 809 802 400 können Sie einen Termin in Ihrer nächstgelegenen Beratungsstelle vereinbaren oder sich direkt an unsere Energie-Beratungsstützpunkte wenden.

Die Energieberatung des VSB wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

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