Presse

30.06.2016, Verwirrung bei Pfandflaschen

VSB fordert einheitliche Kennzeichnung für Getränkeverpackungen

Der VerbraucherService Bayern im KDFB e.V. (VSB) fordert seit langem eine eindeutige und rechtlich bindende Kennzeichnung von Pfandflaschen. Als Schritt in die richtige Richtung begrüßt der Verbraucherverband die Selbstverpflichtung eines Bündnisses aus Getränkeherstellern und Handelsunternehmen vom 29. Juni 2016, Einweg-Getränkeverpackungen künftig besser zu kennzeichnen und mit dem Zusatz „Einweg“ zu versehen. Um Verwechslungen zwischen Mehrweg- und Einweg-Getränkeverpackungen zu verhindern, sollten jedoch auch Mehrwegflaschen durchgehend mit einem einheitlichen Mehrweg-Logo gekennzeichnet sein.

Immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher greifen zu Einwegverpackungen. Nur noch 45 Prozent der pfandpflichtigen Getränke sind in Mehrwegflaschen abgefüllt, obwohl diese aus Umweltsicht günstiger zu beurteilen sind. Marianne Wolff, Umweltreferentin beim VSB, betont: „Bei unseren Infoständen erleben wir, dass viele Verbraucherinnen und Verbraucher eine Pfandzahlung automatisch mit einer Mehrwegverpackung gleichsetzen.“

Im Vergleich zu Einweg-Flaschen und -Dosen, die nur einmal genutzt werden, haben Mehrwegflaschen aus Glas und Kunststoff die deutlich bessere Umweltbilanz: Sie verbrauchen auf ihrem Lebensweg weniger Energie und Rohstoffe und verursachen weniger Treibhausgase. Ihre Umweltbilanz ist umso besser, je kürzer der Transportweg ist. Der VSB empfiehlt, Getränke in Mehrwegflaschen zu kaufen und möglichst regionale Anbieter zu bevorzugen. Wer Leitungswasser trinkt, kommt sogar ganz ohne Verpackungsmüll, Transport und Kistenschleppen aus.

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