Energie

20.10.2020

Alte Kaminöfen stilllegen oder austauschen?

Ab dem 31. Dezember 2020 gelten strengere Feinstaubregeln für Kaminöfen. Für zwischen 1985 und 1994 eingebaute Öfen bedeutet das: Nachrüstung mit Feinstaubfiltern, kompletter Austausch oder außer Betrieb nehmen. Die Energieberatung des VerbraucherService Bayern gibt Tipps zur umweltschonenden und energieeffizienten Nutzung von Kaminöfen.

Alte Kaminöfen stilllegen oder austauschen?
Foto © pexels.com

Alte Öfen geben neben wohliger Wärme auch eine erhebliche Menge Feinstaub ab. Neue Feuerstätten verbrennen effizienter, sparen damit Brennholz und produzieren weniger Feinstaub. Kaminöfen, die vor 1995 eingebaut wurden, müssen ab 2021 mit Feinstaubfiltern nachgerüstet, komplett ausgetauscht oder außer Betrieb genommen werden. Für ältere Anlagen gilt diese Vorgabe schon länger. Darüber hinaus haben Gemeinden und Kommunen die Möglichkeit, je nach Luftqualität Betriebsverbote für Feuerstätten aussprechen. Bei einer Neuanschaffung empfiehlt es sich, auf eine gute Energieeffizienz zu achten. Sparsame Kaminöfen erreichen die Energieeffizienzklasse A+. Die effizientesten Pelletöfen erreichen sogar A++.

Auf die Feinstaub-Emission Einfluss nehmen

Verbraucher*innen können selbst dazu beitragen, auf die Feinstaub-Emission Einfluss zu nehmen. Hierfür gilt es folgendes zu beachten:
•    Nur unbehandeltes Brennholz verwenden.
•    Gut abgelagertes, trockenes Brennholz nutzen.
•    Geeigneten Anzünder verwenden.
•    Auf sehr hohe Raumtemperaturen verzichten.
•    Wenn Holz als Brennstoff für eine komplette Heizanlage verwendet wird, eignen sich Holzpellets am besten, da sie erheblich weniger Feinstaubemissionen erzeugen. Außerdem werden Holzpellet-Anlagen mit bis zu 45 Prozent Zuschüssen gefördert. 
Mit Brennholz zu heizen, ist häufig teurer als gedacht. Der Brennstoff ist zwar meist preiswerter als Erdgas oder Heizöl, aber Kamine und Öfen haben oft höhere Wärmeverluste, da sie den Brennstoff schlechter ausnutzen. Die Energieberatung des VerbraucherService Bayern informiert Verbraucher*innen, inwiefern es sich lohnt, eine Holzfeuerstätte an das zentrale Heizungsnetz anzuschließen und beantwortet darüber hinaus alle Fragen zum Einbau einer Holzfeuerstätte.
 

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