Hauswirtschaft

04.05.2017, Warenkunde mit Rezept

Aprikosen

Aprikosen, in Österreich auch Marillen genannt, gehören zu der Familie der Rosengewächse. Frische Aprikosen stammen meistens aus Italien und Spanien, wobei auch nördlicher gelegene Gebiete wie Deutschland, Österreich, Südtirol und die Schweiz dieses Obst anpflanzen. Ungefähr 95 % der in Europa angebotenen getrockneten Aprikosen stammen jedoch aus der osttürkischen Provinz Malatya.

Aussehen und Geschmack

Aprikosen
Foto: © xamumu - pixabay.com

Die gelb bis orange farbigen Früchte wachsen an einem kleinen bis mittelgroßen Baum. Sie haben eine glatte bis feinwollige Schale, die sich an der Sonnenseite auch rot färben kann. Das Fruchtfleisch ist kräftig orangegelb und der Geschmack feinsäuerlich mit seinem typischen Aroma. Im Inneren des Aprikosensteins befindet sich ein Samen, der einer kleinen Mandel ähnelt.

Saison

Aprikosen gibt es bereits ab Mai. Saison haben sie von Juli bis August und sind dann auch günstig aus einheimischem Anbau zu beziehen.

Inhaltsstoffe

Frische Aprikosen bestehen zu ca. 85 % aus Wasser und liefern nur wenige Kalorien (43 kcal/100 g), die gleiche Menge getrocknete Aprikose schlägt mit 241 kcal zu Buche. Allerdings ist bei der getrockneten Variante der Nährstoffgehalt fast fünfmal so hoch wie bei einer frischen Aprikose, was beide Formen zu gesunden, leckeren Snacks macht. Sie sind dazu reich an Niacin, Folsäure, Vitamin B5, Vitamin C und Carotin, der Vorstufe des Vitamins A. Hierdurch werden unter anderem die Abwehrkräfte des Körpers gestärkt und die Regenerierung von Haut, Muskeln und Nerven unterstützt.

Einkauf und Lagerung

Worauf Sie beim Einkauf achten sollten? Im Handel werden die Früchte oft noch unreif angeboten, da ihre Schale sehr druckempfindlich ist. Fragen Sie beim Kauf auf dem Markt doch einmal nach einer kleinen Geschmacksprobe. Denn nur bei sehr reifen und weichen Früchten entfaltet sich ihr volles Aroma. Aufschluss über die Reife der Frucht gibt auch ein sanfter Druck mit dem Daumen: Gibt das Fruchtfleisch leicht nach, ist die Aprikose perfekt.

Bei der Lagerung ist darauf zu achten, dass diese Obstsorte nach der Ernte nachreift. So können härtere Früchte nach ungefähr 2 Tagen bei Raumtemperatur gelagert genießbar sein. Werden Aprikosen im Kühlschrank gelagert, so sind sie gut eine Woche haltbar.

Verwendung

Diese beliebte Frucht wird besonders als Trockenobst geschätzt, so liefert sie allerdings mehr Kalorien und kann eine leicht abführende Wirkung haben. Aprikosen können jedoch in vielen Variationen genossen werden. So kann man aus ihr sehr leckere Konfitüren und Marillenschnaps herstellen. Auch bei den sogenannten Marillenknödeln ist sie ein unverzichtbarer Bestandteil. Aus Pfirsich- oder Aprikosenkernen wird  Persipan, auch Parzipan genannt, hergestellt. Es ähnelt dem aus Mandeln hergestellten Marzipan, ist jedoch etwas preisgünstiger. Aufgrund seines bitteren Geschmacks und der Ähnlichkeit zum Marzipanaroma kommt der Aprikosensamen bei der Herstellung von Amaretto zum Einsatz.

Im Gegensatz dazu enthalten die Kerne der Wildaprikosen deutlich höhere Gehalte an dem blausäureabspaltenden Amygdalin. Diese Kerne sind bei übermäßigem Verzehr giftig. Allerdings werden die leicht säuerlichen Wildaprikosen bei uns meist als entkernte Trockenfrüchte angeboten.

Da ungefähr 8 % blausäureabspaltendes Amygdalin in den Samen enthalten ist, sind sie bei übermäßigem Verzehr giftig. Allerdings wird bei Erwachsenen der Verzehr von einem Samen pro Tag vom Bundesinstitut für Risikobewertung für unbedenklich eingestuft.

Kulturelle Bedeutung

In China hat die Aprikose außerdem einen kulturellen Aspekt. Sie gilt dort als Symbol für ein junges Mädchen, aber auch für einen Kinderwunsch.

Rezepte

Aprikosensalat mit Karamellstückchen

Zutaten für 4 Portionen

  • 400 g Aprikose
  • 250 g Erdbeeren
  • 400 g Sommerpflaumen
  • 200 ml Aprikosennektar
  • 1 EL Zitronensaft
  • 40 g Mandelstifte
  • 20g Zucker
  • etwas Öl für die Folie

Zubereitung
Die Aprikosen unter kaltem Wasser abspülen, halbieren und den Stein auslösen. Wer möchte, kann sie vorher mit kochendem Wasser überbrühen und die Haut abziehen.

Erdbeeren abspülen, putzen und je nach Größe halbieren oder vierteln.

Die Pflaumen abspülen und trocken tupfen. Früchte halbieren und den Stein auslösen.

Den Aprikosennektar mit Zitronensaft verrühren und vorsichtig mit dem Obst mischen. 30 Minuten ziehen lassen.

Zucker in einem Topf goldbraun karamellisieren lassen und die Mandelstifte unterrühren. Den Karamell auf ein Stück geölte Alufolie streichen und dann abkühlen lassen. Karamell anschließend in Stücke brechen und über den Aprikosensalat streuen.

Aprikosenkuchen

Zutaten
für den Belag:

  • 2 Pck. Puddingpulver Vanillegeschmack
  • 80 g Zucker
  • 750 ml Milch
  • 2 kleine Dosen Aprikosen
  • 250 g Quark
  • 250 g Joghurt

für den Teig:

  • 150 g weiche Butter oder Margarine
  • 150 g Zucker
  • 1 Pck. Vanillinzucker
  • 1 Prise Salz
  • 3 Eier (Größe M)
  • 300 g Mehl
  • 2 gestr. TL Backpulver
  • 2 EL Milch

für den Guss:

  • 500 ml Aprikosensaft (aus der Dose) evtl. mit Wasser ergänzt
  • 2 Pck. Tortengusspulver klar
  • 50 g Zucker

Zubereitung:

Aus dem Puddingpulver, Zucker und der Milch einen Pudding kochen.
Pudding etwas abkühlen lassen.
Butter oder Margarine mit Zucker, Vanillinzucker und Eiern vermengen, die restlichen Zutaten nach und nach hinzugeben und alles zu einem Teig verrühren.
Anschließend den Teig auf ein Backblech streichen.
Den leicht abgekühlten Pudding mit dem Quark und Joghurt verrühren und auf den Teig streichen.
Aprikosen abtropfen lassen und dabei den Saft auffangen. Anschließend auf dem Blech verteilen.
Bei ungefähr 180 °C (Ober- / Unterhitze) ca. 35 Minuten backen
Den Kuchen nach dem Backen auskühlen lassen.
Aus dem aufgefangenen Saft, Zucker und Tortengusspulver nach Packungsanleitung einen Guss herstellen, auf dem Kuchen verteilen und abkühlen lassen.

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