Hauswirtschaft

11.07.2019

Fruchtfliegen im Sommer – Obst und Gemüse richtig lagern

Die Sonne lacht, die Temperaturen steigen, endlich ist es wieder richtig warm. Mit den Temperaturen wächst die Auswahl an Obst und Gemüse aus Deutschland oder Europa. Leider beschleunigt die Wärme auch gleichzeitig den Verderb. Da selten alles in den Kühlschrank passt und auch nicht alle Obst- und Gemüsearten die niedrigen Temperaturen vertragen, hier einige Tipps zur richtigen Lagerung und zum Umgang mit Fruchtfliegen.

Fruchtfliegen im Sommer –  Obst und Gemüse richtig lagern
Foto: © Pexels - Pixabay.com

Beeren, Bohnen und Brokkoli mögen es kalt. Ananas, Apfel, Banane, Birnen, Aubergine und Tomaten lagern gerne bei Raumtemperatur. Grundsätzlich gilt für alle genannten Obst- und Gemüsearten, dass sie ein bis drei Tage bei Kühlschranktemperatur aushalten. Kälteempfindliche Sorten zügig verbrauchen.

Fruchtfliegen – Sommerliche Quälgeister

An schwülen Sommertagen sind Fruchtfliegen eine echte Plage und sie vermehren sich sehr schnell. Bei 20 Grad Celsius benötigen sie rund 30 Tage für die Vermehrung, bei 25 Grad nur  15 Tage. So entstehen die großen Fruchtfliegen-Schwärme, die scheinbar aus dem Nichts auftreten. Meist handelt es sich um Vertreter der Gattung Drosophila, die auch die Namen Taufliegen oder – umgangssprachlich – Essigfliegen tragen. Sie sind zwei bis drei Millimeter groß,  dunkel gefärbt mit roten Augen.

In die Küche gelangen die Insekten auf zwei Wegen: Entweder fliegen sie durch offene Fenster, wenn sie reifes Obst riechen. Oder es befinden sich ihre Eier bereits auf gekaufter Ware oder Früchten aus dem Garten.

Die Weibchen sind stets auf der Suche nach einem Ort für die Eiablage. Ideal sind faule Stellen oder Stielansätze von reifem Obst, an denen sie innerhalb weniger Tage bis zu 400 Eier hinterlassen. Die Larven schlüpfen und sind direkt mit Nahrung versorgt. Innerhalb weniger Wochen entstehen auf diese Weise Millionen kleiner Fliegen.

Welche Falle ist am effektivsten?

Um eine solche Fruchtfliegeninvasion zu verhindern, wird häufig eine „Falle“ aus Fruchtsaft, Essig und Wasser mit einem Spritzer Spülmittel empfohlen. Die Fliegen ertrinken in der Flüssigkeit, da das Spülmittel die Oberflächenspannung herabsetzt. Die Anwendung ist jedoch umstritten, da sie unter Umständen weitere Fliegen anlockt.

Eine Alternative sind fleischfressende Pflanzen in der Küche, an denen die Insekten kleben bleiben und verdaut werden. Auch der Duft von Nelkenöl, Basilikum, Sandelholz und Heiligenkraut soll Fruchtfliegen vertreiben. Regelmäßiges Lüften befreit die Luft von gärenden Gasen.

Die beste Lösung für die heiße Jahreszeit: Häufiger kleine Mengen einkaufen, alle Vorräte regelmäßig kontrollieren und so viel wie möglich in den Kühlschrank packen. Einige Tage halten das die meisten Obst- und Gemüsearten dort ohne Schaden aus, gleichzeitig sind sie vor schnellem Verderb geschützt. Falls der Kühlschrank nicht genug Platz bietet, eignet sich auch ein kühler Kellerraum als Übergangslager. Die Obstschale lässt sich mit einem engmaschigen Fliegenschutz oder einem Baumwolltuch vor einem Befall schützen.

Im Sommer ist ein besonderes Maß an Sauberkeit in der Küche empfehlenswert.  Wein, Bier- und Saftgläser am besten direkt ausspülen, Abfälle beseitigen und Arbeitsflächen sorgfältig reinigen. Den Mülleimer täglich leeren.

Auch wenn schon Fliegen auf dem Obst saßen, ist der Verzehr in der Regel kein Problem, da Fruchtfliegen – im Gegensatz zu anderen Fliegenarten – üblicherweise keine Krankheiten übertragen. Wichtig: Das Obst vor dem Genuss gründlich waschen.

Der Eindruck, dass Obst rascher verdirbt, wenn Fruchtfliegen in der Küche sind, stimmt nur zum Teil: Hefepilze und Bakterien, die das Obst gären lassen, kommen natürlicherweise auf allen Früchten vor. Aber auch Fruchtfliegen schleppen diese Hefepilze mit sich herum. Sie verbreiten die Hefen und so setzt die Gärung in der Tat schneller ein.

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