Hauswirtschaft

03.04.2019, Grundlagen für guten und erholsamen Schlaf

Hygiene im Bett

Mit Milben, Hautschuppen, Wanzen und Bakterien möchte sich wohl niemand gerne das Bett teilen. Also gilt: Für erholsamen Schlaf auf Hygiene im Schlafzimmer achten. Welche Maßnahmen hierfür notwendig sind, erfahren Sie im folgenden Text.

Für viele von uns gehört es morgens dazu, direkt nach dem Aufstehen das Bett zu machen – ein folgenschwerer Fehler. Denn wer sein Bett sofort nach dem Aufstehen frisch macht, vielleicht sogar mit einer Tagesdecke belegt, bietet Milben den perfekten Nährboden. Denn: Die winzigen Spinnentiere, deren Ausscheidungen Allergien oder Asthma auslösen können, verstecken sich in Betten, Kissen und Decken. Wird die Bettdecke am Morgen aufgeschüttelt und gleich aufgelegt, begraben Sie die Milben darunter und schließen sie den ganzen Tag im feuchten, dunklen Raum zwischen Decke und Matratze ein. Also besser Bettdecke zurückschlagen und auslüften lassen.

Hygiene im Bett
Foto: © georgerudy - Fotolia.com

Bettwäsche regelmäßig waschen

Es empfiehlt sich, Laken und Bezüge für Kissen und Decken alle zwei Wochen zu wechseln und zu waschen. Über Nacht gibt der menschliche Körper etwa einen halben bis einen Liter Feuchtigkeit ab. Zudem hinterlässt man im Bett Hautschuppen, Schmutz, Staub und unter Umständen Reste von Creme oder Make-up.

Wer unbekleidet schläft oder stark schwitzt, sollte Laken, Bett- und Kopfkissenbezüge sogar mindestens einmal pro Woche tauschen.

Betten vorsichtig abziehen, nicht aufschütteln und sofort in die Waschmaschine. Aber nicht nur in der Bettwäsche, sondern auch in Decken und Kissen sammeln sich Schweiß und Hautschuppen. Wählen Sie daher wenn möglich waschbare Decken und Kissen.

Früher wurde ganz selbstverständlich weiße Bettwäsche verwendet und auch heute finden diese Reinheit ausstrahlenden Textilien ihre Anhänger. Weiße Bettwäsche ist in der Regel kochfest und wird mit einem Waschmittel für weiße Wäsche gewaschen. Eventuellen Verfärbungen rückt ein im Waschmittel enthaltener Bleichstoff zu Leibe.

Die meisten Verbraucherinnen und Verbraucher schlafen am liebsten in bunter Bettwäsche. Diese wird mit einem herkömmlichen Colorwaschmittel gewaschen. Die Frage, ob Sie zusätzlich einen Weichspüler verwenden, muss jeder für sich selbst klären. Wer das weiche Gefühl auf der Haut schätzt, für den empfiehlt es sich, solch ein Produkt sehr sparsam zu verwenden.

Die richtige Temperatur, um Milben den Garaus zu machen

Da wir Menschen nicht die einzigen Lebewesen sind, die sich in der Nacht im Bett aufhalten, teilen wir unsere Schlafstätte mit rund 1,5 Millionen Milben. Um uns von diesen zu befreien, ist es notwendig, die Bettwäsche bei mindestens 60 Grad zu waschen. Diese Temperatur tötet auch Bakterien und Keime ab.

Das eingenähte Pflegeetikett verrät die höchst mögliche Waschtemperatur Ihrer Wäsche. Diese liegt bei farbiger Bettwäsche in der Regel bei 60 Grad und sollte auch ausgeschöpft werden. Um die Milbenbekämpfung zu unterstützen, greifen viele Menschen auf einen Hygienespüler zurück. Dieser ist unnötig und – wenn überhaupt – mit Bedacht einzusetzen, da er die Umwelt stark belastet. Besser: achten Sie bei der Neuanschaffung von Bettwäsche darauf, dass diese aus 100 % Baumwolle besteht und höhere Waschtemperaturen und Vollwaschmittel verträgt.

Neben dem Waschen helfen Allergikern auch milbendichte Bezüge für die Matratzen – sogenannte Encasings. Das sind allergendichte Zwischenbezüge, sie schützen Hausstaubmilbenallergiker sicher vor Milbenallergenen die sich in Matratzen, Decken und Kissen befinden.

Lassen Sie Ihre Bettwäsche durchschnaufen

Ihre Bettbezüge stecken in der Waschmaschine? Wunderbar, nutzen Sie die Zeit: Gönnen Sie Ihren Kissen und Bettdecken auf Balkon oder Fensterbrett ein wenig Frischluft – und genießen Sie die dadurch entstehende Frische und den guten Duft.

Für mehr Hygiene im Bett: Bleiben sie „cool“

Hausstaubmilben fühlen sich in einem warmen und feuchten Klima am wohlsten. Kälte schreckt die Spinnentiere ab. Halten Sie Ihr Schlafzimmer daher durchgängig kühl und trocken. Eine Raumtemperatur von weniger als 20°C bei einer Luftfeuchtigkeit unter 60% halten Experten hierbei für ideal. Dies führt nebenbei noch dazu, dass Sie sehr erholsam schlafen.

Schlafanzug häufig wechseln

Nicht nur Bettzeug und Bettlaken, sondern auch der Schlafanzug nimmt die ausgeschwitzte Flüssigkeit und die losen Hautschuppen auf. Es empfiehlt sich daher, den Pyjama alle zwei bis vier Tage zu wechseln. Wer zu starkem Schwitzen neigt, wechselt den Schlafanzug am besten täglich.

Auch hier gilt: Eine Wäsche bei 60 Grad mit Vollwaschmittel tötet Milben und fast alle sonstigen Keime ab.

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