Hauswirtschaft

12.01.2022

Richtige (Holz-)Fußbodenpflege im Winter

Gerade in der Winterzeit benötigen Holzböden eine besondere Pflege als Schutz vor Salz und Streugut, um Lebensdauer und ansprechende Optik lange zu erhalten. Bei der Reinigung ist nicht nur das Holz, sondern vor allem die Oberflächenbehandlung zu berücksichtigen. Aber auch Laminat, Vinyl, PVC, Linoleum und Fliesen gehören gepflegt – was es dabei zu beachten gilt, erfahren Sie hier.

Richtige (Holz-)Fußbodenpflege im Winter
Foto: © A. Schebaum - stock.adobe.com

So pflegen Sie Holzböden richtig

Holzböden gibt es aus Hart- und Weichholz, furniert und aus Vollholz. Nicht zu verwechseln mit Laminat: Hier befindet sich über einer dicken Trägerplatte, die in der Regel aus Holzfasern besteht, eine dünne Dekorschicht, die versiegelt ist. Die Oberfläche weist meist eine Holzmaserung auf.

Bodenbeläge aus Hartholz, wie Eiche, Buche und auch viele Tropenhölzer sind robust. Aufgrund ihrer Dichte sind sie weniger anfällig gegenüber Feuchtigkeit oder mechanischer Beanspruchung. Beläge aus Weichholz wie Lärche, Fichte, Kiefer oder Erle sind kratzempfindlicher und benötigen eine dementsprechende Oberflächenbehandlung.
Tipp: Setzen Sie auf Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit mit der Auswahl von heimischen und zertifizierten Hölzern.

Die Unterhaltsreinigung kann wöchentlich, bei Bedarf auch öfter erledigt werden. Zunächst den groben, losen Schmutz durch Kehren oder durch Saugen entfernen. Beim nachfolgenden Wischen bleiben dann nur noch sehr wenige Schmutzreste übrig. Verzichten Sie bei allen Holzböden auf eine Nassreinigung.

Im zweiten Schritt gibt es Unterschiede in der Reinigung bzw. bei den Pflegeprodukten: Bei einem geölten oder gewachsten Boden ist die Oberfläche offen. Das Holz nimmt sehr leicht Feuchtigkeit auf. Deshalb darf die Reinigung nur als eine Feuchtreinigung (nebelfeucht) mit speziellen Pflegeprodukten erfolgen. Diese Produkte enthalten rückfettende Substanzen, am besten auf Pflanzenbasis. Verwenden Sie Reinigungstücher aus Naturfasern, denn Microfaser trägt den Schutzfilm ab. Verwenden Sie keinen Neutralreiniger oder Reiniger mit Lösungsmitteln. Diese entfetten die Böden und machen Sie anfällig für Beschädigungen. Damit wird eine Wasseraufnahme begünstigt und das Holz kann aufquellen. Zur Reinigung benutzen Sie am besten zwei Eimer. Reinigen Sie im klaren Wasser die Bodentücher. Im anderen Eimer befindet sich das Wasser mit Pflegemittel zum Auftragen. Niemals klar nachwischen, damit keine unschönen Streifen entstehen.

Bei versiegelten Holzoberflächen wirkt die Versiegelung als Schutzschicht gegen Feuchtigkeit und starke Beanspruchung. Verwenden Sie Neutralreiniger und wenig Wasser.

Gewährleisten Sie eine gründliche Trocknung bei allen Oberflächen, bevor Sie Teppiche wieder auflegen, Pflanzen oder Möbelstücke zurückstellen. Damit beugen Sie Schimmelbildung vor.

Laminat, Vinyl, PVC, Linoleum und Fliesen – das gilt es zu beachten

Bei Laminat ist keine aufwendige Pflege zu leisten. Wählen Sie milde Reinigungsmittel wie Spülmittel oder Neutraleiniger und wenig Wasser, um ein Quellen der HDF-Platten zu vermeiden. Keinesfalls dürfen Sie Pflegemittel für offene Holzflächen verwenden.

Bei der Reinigung von Vinylböden ist eine feuchte Reinigung mit einem neutralen Reinigungsmittel ausreichend. Verwenden Sie keine scheuernden Reinigungsmittel. Verzichten Sie ebenso auf den Einsatz eines Dampfreinigers, Aceton oder Lösungsmittel. Ebenso verträgt dieser Boden keine Pflegeprodukte auf Öl- oder Wachsbasis.

Bei PVC-Bodenbelägen gleicht die Reinigung der von Vinylböden. Für eine Glanzpflege schaffen Sie mit warmem Wasser und wenig Möbelpolitur eine spiegelnde Oberfläche.

Linoleum ist ein pflegeleichter Bodenbelag. Milde Reiniger mit einem niedrigen PH-Wert sind dabei vorzuziehen. Auf keinen Fall Glanzreiniger, raue, scheuernde oder aggressive Reinigungsmittel verwenden. Soll der Boden einen Glanz bekommen, behandeln Sie ihn mit einem Gemisch aus Wasser mit Zitronensaft, Essig oder Milch. Die Säuren nur sparsam einsetzen.

Bei der Fliesenreinigung sind glasierte Fliesen anders zu behandeln als offenporige: Benutzen Sie bei glasierter Keramik oder Feinsteinzeug warmes Wasser mit einem geeigneten Reinigungsmittel, welches Kalk oder Fett entfernt. Geeignet sind Spülmittel, Orangenschale, Neutralreiniger. Essig gegen Kalk schadet zwar den Fliesen nicht, allerdings greift er kalkhaltigen Mörtel oder Fugenfüller an. Diese können mit einer Sodapaste gereinigt werden. Verwenden Sie keine Glanzreiniger. Diese legen einen Ölfilm oder Kunststoffbelag auf den Fliesen ab. Mit der Zeit entstehen hartnäckige Beläge, die nicht nur unschön anzusehen sind, sondern auch schnell verschmutzen. Offenporige Fliesen und Platten reinigen Sie mit Neutralreiniger oder Spezialreiniger. Hochwertige Microfaser hilft den Schmutz aus den Poren leichter zu entfernen.