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08.01.2024, VerbraucherService Bayern warnt vor Skimpflation

Gleicher Preis bei schlechteren Inhaltsstoffen

Wenn in Lebensmittelprodukten an Zutaten gespart wird und diese trotz schlechterer Inhaltsstoffe genauso viel kosten, nennt sich das „Skimpflation“. Beispielsweise werden Kartoffelpuffer mit weniger Kartoffeln, aber mehr Wasser hergestellt oder statt Sahne wird Kokosfett verwendet. Hersteller sichern sich durch solche Rezepturänderungen kräftige Einsparungen. Der VerbraucherService Bayern im KDFB e. V. (VSB) warnt, denn veränderte Rezepturen betreffen nicht nur den Geldbeutel der Verbraucher*innen, sondern gegebenenfalls auch deren Gesundheit. Sich gut zu informieren und genau auf die Inhaltsstoffe zu achten, sei unabdingbar.

„Bei der so genannten Skimpflation ist nicht nur das Portemonnaie der Verbraucher*innen betroffen. Schlechtere Rezepturen können sich auch auf die Gesundheit auswirken, wenn Hersteller zum Beispiel statt Sonnenblumenöl Palmöl verwenden, das mehr gesättigte Fettsäuren und unerwünschte Fettschadstoffe enthält“, erklärt Barbara Schmidmeier, VSB-Hauswirtschaftsexpertin.

Es ist schwierig Skimpflation zu erkennen. Verbraucher*innen müssten alte und neue Zutatenlisten miteinander vergleichen, doch kaum jemand kennt die Rezepturen. „Hier hilft nur, sich gut zu informieren und genau auf die Inhaltsstoffe zu achten, insbesondere dann, wenn Produkte mit ‚Neuen Rezepturen‘ beworben werden“, rät Schmidmeier. Wünschenswert wäre laut dem bayerischen Verbraucherverband eine bessere Kennzeichnung von Rezepturänderungen.

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