VSB News

13.09.2019

Erfahrungsbericht Partnerschule Verbraucherbildung Bayern

In diesem Jahr wurden 97 allgemeinbildende und berufliche Schulen aus Bayern als „Partnerschule Verbraucherbildung“ in München, Würzburg und Regensburg feierlich ausgezeichnet. Die Schülerinnen und Schüler erwarben hierbei Kompetenzen in Konsum, Medien, Umwelt und Ernährung. Aber nicht nur die Schulen, auch der VerbraucherService Bayern als Träger des Projekts lernt immer wieder dazu.

Erfahrungsbericht Partnerschule Verbraucherbildung Bayern
Foto: © Mirko Milovanovic

Am 24. Juli 2019 fand die letzte Auszeichnungsveranstaltung statt, auf der die Partnerschulen Verbraucherbildung des vergangenen Schuljahres geehrt wurden. Einige Lehrkräfte haben sich unmittelbar im Anschluss für die „sehr feierliche und schöne Veranstaltung“ bedankt, waren „stolz“, dass sie „dabei sein durften“ und haben uns zum Testen von den Schülerinnen und Schülern gefertigte Bienenwachstücher geschickt, die man statt Frischhaltefolie in der Küche verwenden kann.

Leise Kritik gab es, als die  Gäste in Regensburg zwar ein vielfältiges und gesundes Essen erwartete, dieses allerdings in PLA (Biokunstoff-)Bechern angerichtet war. Der Caterer hatte für die Salate keine Gläser.  Das Beispiel soll zeigen, dass es auch uns Projektorganisatoren nicht immer leicht fällt, alle Aspekte, die wir aus Sicht der Verbraucherbildung beleuchten wollen, vorbildhaft umzusetzen. Der PLA-Becher war zwar ein schlechter Kompromiss hinsichtlich der Verpackung, aber die Schülerinnen und Schüler konnten, im Gegensatz zum Mehrwegglas, übriges Essen gut mitnehmen und dadurch Lebensmittel retten.

Das Engagement der Schulen und der Projekte beeindruckt und berührt uns immer wieder. So sammeln beispielsweise Schülerinnen und Schüler von der Realschule an der Salzstraße in Kempten Pfandflaschen und finanzieren mit dem Erlös einem Kind in Kambodscha die Schulgebühren.

Zu der Auszeichnungsveranstaltung im Amt für Ländliche Entwicklung in München kamen die Teilnehmerinnen des Maria-Ward-Gymnasiums Altötting mit großem Gepäck: In einem Kleidersack und einem Koffer transportierten sie im Zug die im Rahmen des Projekts erstellten Müllkleider. Da es sich mit einem Rock aus Pizzakartons nun wirklich schlecht sitzt, stand eine der Schülerinnen währen der ganzen Auszeichnungsveranstaltung. Dafür gab es ein extra Fotoshooting mit unserem Fotografen Mirko Milovanovic.

Ob Thorsten Glauber, bayerischer Staatsminister für Umwelt und Verbraucherschutz tatsächlich in den Sommerferien einen Nähkurs belegt hat, wie er es bei der Auszeichnungsveranstaltung in der Residenz angekündigt hatte, konnten wir bisher nicht in Erfahrung bringen.

Am 14. und 15. Oktober 2019 findet in Dillingen wieder die Lehrerfortbildung „Fachtagung Partnerschule Verbraucherbildung“ statt. Wir freuen uns auf die Gespräche mit den Lehrkräften und auf eine weiterhin spannende Auseinandersetzung mit dem Thema Verbraucherbildung an den bayerischen Schulen.

Mit dem Programm „Partnerschule Verbraucherbildung Bayern“ wollen das Verbraucherschutzministerium und das Kultusministerium die Lehrkräfte unterstützen und die Schüler ermutigen, kompetent und eigenverantwortlich bei lebensökonomischen Belangen zu handeln. Die Trägerschaft des Programms übernimmt der VSB.

Weitere Informationen: https://www.verbraucherservice-bayern.de/bildung/partnerschule-verbraucherbildung

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